Turniersaison gestartet!

Turniersaison 2022 eindrucksvoll gestartet

NEUHÄUSEL. „Endlich wieder Tanzturnier!“ Schon bei der Anfahrt zu den 30. Westerwald-Meisterschaften des Karneval Club „Simmerner Käs’cher“ (KCSK) blickt man auf dem Weg zur Halle in viele fröhliche Gesichter, die allesamt dem ersten großen Tanzsportereignis des Jahres 2022 in der RKK entgegenfiebern!

Weite Anreisen haben die Aktiven auf sich genommen, die gleich aus fünf Bundesländern (NRW, Hessen, Bayern, Saarland und natürlich Rheinland-Pfalz) in den Westerwald gekommen sind. Unter den Zuschauern ist auch eine Abordnung des GTV Erfurt, die zum ersten Mal ein RKK-Turnier besucht und demnächst auch einige Tänze beisteuern möchte.  Schon am frühen Morgen ist die Augst-Halle gut besetzt. Alle Besucher und Aktiven haben ihr aktuelles Corona-Test-Zertifikat bereit und schon beginnen die Vorbereitungen auf den jeweiligen Auftritt.

RKK-Vizepräsidentin Gabriele Arnold (Andernach) und der KCSK-Vorsitzende Florian Thiel bekräftigen ebenfalls bei ihrer Begrüßung ihre Freude, dass es endlich wieder los geht. RKK-Turnier-Obfrau Britta Frede (Bray) weist auf die Neuerungen in der Turnierrichtlinien hin (es sind in den Kinderdisziplinen z. B. freie Elemente und Überkopf-Hebungen untersagt) und stellt die Jurymitglieder vor.

„Eisbrecher“ ist das Kinder-Tanzpaar vom Freundes- und Förderkreis e.V. Die Große von 1823 e.V. Köln (FFK), Mia Kania und Elyas Munaf. Scheinbar unbekümmert ziehen sie zur Bühne. Mit ihrem kindlichen Charme haben sie das Publikum sofort überzeugt und die große Bühne wird zu ihrem Tanzsaal. Die Zuschauer sind begeistert und zollen schon beim ersten Auftritt des Tages einen riesen Beifall. Die RKK-Jury belohnt den Tanz mit 39,1 Punkten. Dies bedeutet, dass nicht nur der Titel des Westerwaldmeisters, sondern auch die erste von zwei notwendigen Qualifikationen zu Teilnahme an der Landesmeisterschaft erreicht ist, denn bei den Kinderdisziplinen liegt die Norm bei 38,0 Punkten.

Es folgen die Tanzmariechen, die in teilweise aufwendigen Uniformen auf den Brettern, die die Tanzwelt bedeuten, darbieten, was die Trainerinnen und Trainer ihnen in unzähligen Übungsstunden versucht haben beizubringen. Alleine auf sich gestellt meistern die jungen Tänzerinnen ihre Tänze, das Publikum feiert jede kleine Tanzkönigen. Pech hat Marie Burkhardt von den Burgnarren Trier-Irsch, die plötzlich ihre Tanzreihenfolge vergessen hat. Der Beifall des Publikums macht ihr Mut für die Zukunft. Hier sind schließlich Kinder am Werk, die aus Spaß an der Freud‘ ihrem Sport nachgehen und keine Maschinen sind! Den besten Tag erwischt June Wagner (KG Narrenzunft Baesweiler). Sie wirbelt über die Bühne, umgarnt mit ihrem Lächeln das Publikum und überzeugt so auch die RKK-Jury: 44,0 Punkte bedeuten den Sieg! Den Silber-Platz ertanzt sich Mira Leimbach (FFK Köln) mit einer überzeugenden Leistung vor Leonie Schmid (TC Altenrather Sandhasen), die ebenfalls sehr zu gefallen weiß.

In die Welt der Märchen entführen die Kinder des KCSK mit ihrer kindgerechten Schaudarbietung „Rapunzel“. Sichtlich aufgeregt, aber voller Eifer sind die Kleinsten des Vereins dabei. Es ist nicht schlimm, wenn der eine oder andere Schritt nicht so ausgeführt wird, wie es die Trainerinnen vorgegeben haben. Das Publikum zollt großen Beifall!

Schon ist die erste Siegerehrung gekommen. Stolz können alle ihre Urkunden und Pokale in Empfang nehmen und auch Marie aus Irsch erhält einen „Glückspokal“.

In der Altersklasse der Junioren haben sich ausschließlich Solistinnen angemeldet. Gerade in dieser Altersgruppe befinden sich die Vereine corona-bedingt im Neuaufbau ihrer Tanzgruppen, weil ganz einfach der Nachwuchs fehlt oder sich die Heranwachsenden in der tanzlosen Zeit andere Freizeitbeschäftigungen gesucht haben. Die Tanzmariechen (15 gehen an den Start) zeigen allesamt auf der Bühne ihr großes Können. Mit der Start-Nr. 2 und einem temporeichen Tanz legt Maya Franzen (Burgnarren Trier-Irsch) die Meßlatte mit 43,0 Punkten (Quali-Norm 40,0) schon direkt hoch. Felicitas Kaul (KG Närrische Lehmjörese Vicht 1935 e.V.) setzt sich mit einem überzeugenden Tanz und 43,5 Punkten an die Spitze des Starterfeldes. Übrigens: „Lehmöres“ darf man nur echte Vichter, also dort geborene, nennen. Woher der Spitzname kommt, versucht die KG Vicht auf ihrer Hompage zu ergründen…

Mit der Start-Nr. 13 wirft Joana Daleiden (NZ Baesweiler) ihren Handschuh in den Ring: Sie wirbelt über die Bühne, zeigt harmonische Tanzpassagen und überzeugt letztlich Publikum und Jury: 44,6 Punkte bedeuteten den Sieg in dieser Disziplin. So kann auch die Start-Nr. 13 zur Glückszahl werden. Immerhin ist sie die erste Gewinnzahl, die bei der ersten Ziehung des Deutschen Lotto 6 aus 49 am 9. Oktober 1955 gezogen wurde.

Nach der Siegerehrung und der Mittagspause warten die Senioren (ab 16 Jahren!) auf ihre Auftritte. Den Anfang macht das gemischte Tanzkorps des KCSK und ertanzt sich mit einer äußerst gefälligen Choreographie überzeugende 45,1 Punkte. Bei den Damengarden muss die KG Hadamar wegen coronabedingten  Ausfällen ihren Auftritt absagen. Spannung liegt aber in der Luft! Die CTG Thalexweiler (Saarland) legt 42,6 Punkte vor. Die Tanzgruppe Blue Royal Aachen (NRW) erreicht 41,8 Punkte. Mit der letzten Startnummer gehen die Gardemädels des Radsportvereins Wenigumstadt (Bayern) an den Start. Auch hier kann die tänzerische Leistung überzeugen und die Jury zeigt 42,6 Punkte. In einem solchen Fall werden die beiden Streichwertungen mitgerechnet um eine Reihenfolge der Platzierungen festzulegen. Am Ende hat so die CTG Thalexweiler mit einem Zehntelpunkt die Nase vorne!

Bereits die erste Starterin der Tanzmariechen, Julia Steinigans (KCSK), überzeugt mit einem quirligen Tanz, bei dem sich die schwierigen Elemente harmonisch mit den tänzerischen Einlagen verbinden. Ihre leichtfüßige graziöse Darbietung wird vom Publikum gefeiert und von der RKK-Jury mit 45,6 Punkten belohnt. Für Julia bedeutet dies natürlich ein langes Warten, um zu erfahren, welche Platzierung sie erreicht hat, schließlich folgen noch etliche Tänzerinnen. Ihr Vorsprung hält bis zur Start-Nr. 7. Von der KG Hadamar betritt Lisa Marie Stanjek die Bühne. Auch sie legt mächtig los, zeigt alles, was man von einem Mariechen erwarten kann: Anmut, Temperament und Ausstrahlung! Es wird eine knappe Entscheidung: 45,0 Punkte bedeuten Platz zwei und Julia kann weiterstrahlen! Platz drei ertanzt sich Jana Bausch vom TC Altenrather Sandhasen.

 

 

 

 

 

Die Schautänze setzen der Ideenvielfalt der Choreographen kaum Grenzen. Schon der erste Eindruck beim Einmarsch des TSV Welschneudorf in leuchtend bunten Kostümen lässt die Besucherherzen höherschlagen und weckt Erwartungen an einen besonderen Auftritt. Und diesen legen die Mädels und Jungs auch aufs Parkett. Ihr Tanz „Mission Emotion – Astronauten auf dem Weg zum Planeten Elysium“ ist geprägt von wechselnden Bildern und rasanten Tanzpassagen. Einfach zum Genießen! Sie erreichen verdient ihre Wertung, die weit über der Qualifikationsnorm von 42,0 liegt.

Die Bühne bebt im wahrsten Sinne des Wortes (zwei Bühnenelemente verschieben sich um einige Zentimeter) beim Tanz der KG Rot-Weiß Westum. Ihr Thema „Vulkan – Tanzen bis die Bühne bebt“ verstehen die Aktiven gekonnt auf die Bühne zu zaubern. Auch sie knacken gleich beim ersten Turnier souverän die Qualifikationsnorm.

Die Schaudarbietungen leben neben der tänzerischen Wirkung auch von der Ausstattung, also den Kulissen und Requisiten. Mit „Toxic Love“ erwecken die Tanzaktiven des TV Scheidt auf eindrucksvolle Weise das manipulierende Werben des Jokers um Harley Quinn zum Leben. Man fühlt sich mitten in der Handlung des Comics. Nicht minder bestechend ist die Darbietung der Tanzgruppe „Klingenstadt“ aus Solingen, die den Phönix aus der Asche auferstehen lässt! Beides großes Kino! Gleich zwei Gruppen schickt der KCSK Simmern ins Rennen um die Punkte: Bei beiden Darbietungen: „Zwei auf einen Streich – das Bachelor-Special“ und „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ merkt man den Aktiven die Freude am Tanzen und die Freude am Thema an. Beide Darbietungen verstehen es durch die mitreißenden Musiken und lustigen Einlagen die Zuschauer zum Mitklatschen anzuregen. Die Gruppe „Bachelor“ hat am Ende die Nase vorne und siegt auch in der Disziplin der Schaudarbietungen!

Den Gästen aus Erfurt hat die Atmosphäre des Turniers gut gefallen. Wie Präsident Maximilian Pansa gegenüber der BÜTT erklärt: „Wir sind schon zunächst etwas erschrocken, als das Publikum die Aktiven angefeuert hat, aber die Atmosphäre und die gelebte Fairness untereinander ist schon beeindruckend. Wir freuen uns auf unsere erste Turnierteilnahme und unser erstes Turnier in Erfurt in 2023!“

Bei der großen Siegerehrung bedankt sich RKK-Vizepräsidentin Gabriele Arnold beim KCSK Simmern und deren großer Helferschar für das gelungene Turnier. Einen großen Dank richtet sie auch an die Trainer, Betreuer und Eltern, die den Jugendlichen diesen schönen Tanzsport ermöglichen. KCSK-Vorsitzender Florian Thiel dankt allen seinen Helfern, die schon am Vortag beim Aufbau dabei waren und natürlich nach Turnierende auch den Abbau gewährleisten, damit am Folgetag der normale Schulsport in der Halle abgehalten werden kann. Ein Dank geht auch an die Helfer des DRK, die zum Glück keinen großen Einsatz hatten. Ein besonderes Wort richtet er an die RKK-Turnier-Obfrau Britta Frede und ihr Jury-Team: „Den ganzen Tag über habt Ihr konzentriert die Tänze beobachtet und gewertet. Vielen Dank dafür!“ Mit dem RKK-Marsch endet das erste RKK-Qualifikationsturnier 2022.

 

Folgende Sonderpokale wurden vergeben:

Weiteste Anreise: KV Rot-Weiß Reisbach (Saarland)

 

Kinder-Disziplinen

Höchste Tageswertung Garde:     44,0 Pkt.        June Wagner (NZ Baeseiler)

Höchste Tageswertung Schau:    36,1 Pkt.        KCSK Simmern

Schönste Uniform:                          Tanzpaar Mia Kania u. Elias Munaf (FFK Köln)

Schönstes Schaukostüm:              KCSK Simmern

 

Junioren-Disziplinen

Höchste Tageswertung Garde:     44,6 Pkt.        Joana Daleiden (NZ Baesweiler)

Schönste Uniform:                          Felicitas Kaul (KG Vicht 1935 e.V.)

 

Senioren-Disziplinen

Höchste Tageswertung Garde:     45,6 Pkt.        Julia Steiniganz (KCSK Simmern)

Höchste Tageswertung Schau:    45,6 Pkt.        KCSK Simmern

Schönste Uniform:                          Radsportverein Wenigumstadt

Schönstes Schaukostüm:             TG Klingenstadt Solingen

 

hier die Siegerlisten!

Siegerliste Junioren – WW 2022

Siegerliste Senioren – WW 2022

Siegerliste Kinder – WW 2022

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