Portrait der Stadt Selters

Selters? Nein, nicht das mit dem Wasser! Die Stadt Selters liegt im Westerwald unweit vom „Kannebäckerland“ und der Westerwälder Seenplatte in der Mitte zwischen Frankfurt und Köln, nicht weit entfernt von Koblenz und nahe an der A3. Obwohl hier nur 2.900 Menscheln leben, bekam Selters im Jahr 2000 aufgrund seiner zentralen Bedeutung die Stadtrechte verliehen. Von Wald umgeben, vom Saynbach durchflossen, nehmen die Selterser ihren Ort als grünen Rückzugsort wahr. Zwischen dörflicher Struktur und städtischer Weltoffenheit leben, lernen und arbeiten hier Menschen aus über 30 Nationen zusammen. Selters war vielen Heimat und ist vielen zur Heimat geworden. Dies alles zu symbolisieren hat man sich 2021 ein Stadtlogo zugelegt.

Von der Krippe an über Kitas und Grundschule bis zum Abitur können Kinder entsprechende Einrichtungen in Selters besuchen. Weitere Schulen gibt es im direkten Umland. Medizinisch versorgt werden die Selterser über 13 niedergelassene Mediziner und Zahnmediziner und ein Krankenhaus. Mit Senioren-WGs und einem Seniorenheim ist dafür gesorgt, dass auch alte Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen.

„Als relative kleine Stadt haben wir einige Vorteile“, sagt Stadtbürgermeister Rolf Jung: „Obwohl alles fürs tägliche Leben vorhanden ist, liegen die Dinge nah beieinander.“ So ist ein großes Einkaufszentrum nicht weit draußen auf der „grünen Wiese“, sondern gut zu Fuß zu erreichen.

Der Wochenmarkt, die Kulturangebote, das schulische Angebot, die medizinische Infrastruktur aber auch ein weltweit agierender Konzern machen die Kleinstadt zum Magneten für Menschen, senden aber auch beachtete Signale über die Stadtgrenze hinaus. So arbeiten in Selters deutlich mehr Menschen als es Einwohner gibt.

Die Stadt Selters lädt ein zu Matinees mit klassischer Musik sowie zu Jazz, Puppenthater, Kabarett, Poetry Slam und Weltmusik. Eine agile Stadtbücherei setzt sich sehr für Leseförderung in der ganzen Region ein, schon bei den Kleinsten. Ein gut durchdachtes Stadthaus ist mit Gruppentreffen, einem offenen Treff und Veranstaltungen meist ausgebucht.

„Die Bürgerbeteiligung spielt bei uns eine große Rolle“, sagt Stadtbürgermeister Rolf Jung. So hat eine Umfrage zu einem Frische- Wochenmarkt geführt, der seit 6 Jahren mit rund 20 Anbietern die Kleinstadt versorgt. Wesentlich mehr Zeit haben die Bewohner bei der Zukunftswerkstatt investiert. Mit einem Stadtrundgang, Plenumsdiskussionen, Themenworkshops und Videokonferenzen hat die Bürgerschaft erarbeitet, was gut läuft in Selters und was nicht. Als Ergebnis legte man dem Stadtrat 143 Ideen zur Stadtentwicklung vor. „Es ist erstaunlich, dass so viele mitgedacht haben, mitgelaufen sind und mitgeplant haben. Wir haben hier einen echten Schatz geschaffen,“ sagt Jung. Einige Ideen haben ganz besondere Wirkung, sie sind modellhaft für die Region und haben eine große Strahlkraft: Der Bau eines Landschaftsparks am Saynbach zur generationenübergreifenden Naherholung soll auch die Ökologie verbessern. Eine Brücke zwischen der städtischen Kita und einem Seniorenzentrum soll die schon vorhandene Nähe beider Einrichtungen vereinfachen, die bisher durch zwei Zäune und einen Bach getrennt sind. Ein Nachbarschaftsplatz soll sozialen Raum geschaffen, Miteinander, Ökologie, Stadtklima und Nachbarschaftskultur fördern. Als viertes schlägt die Zukunftswerkstatt die Barrierefreiheit in Selters vor.

In der Innenstadt will man mit dem „Quartier Saynbachaue“ barrierefreien Wohnraum im Ortskern schaffen, mit Gastronomie für Belebung sorgen und den Saynbach selbst in die städtische Fläche einbeziehen. Für die Stadtkernsanierung hat das Land Rheinland-Pfalz eine Förderung von bis zu 3,3 Mio Euro in den nächsten 10 Jahren zugesagt.

Alle 34 Grundstücke eines Neubaugebietes waren innerhalb von eineinhalb Jahren verkauft. Bei einem weiteren Neubaugebiet mit 50 Grundstücken legt der Stadtrat Wert auf ein nachhaltiges Konzept mit Konsequenzen für die Häuslebauer: Eine „zentrale kalte Nahwärme“ beheizt die Gebäude mit Geothermie. Es gibt nahezu doppelt so viele Bewerber wie Grundstücke. So sind auch die großen Themen, wie Mobilität, Nachhaltigkeit, Energie und generationenübergreifendes Leben in der kleinen Stadt Selters angekommen. Bevölkerung und Stadtrat haben eine Menge Idee, wie man dem begegnen will.

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