Hier spricht der Diak(l)on

Willibert Pauels ist einer der herausragenden Redner im Kölner Karneval. Als hauptberuflicher Diakon vereinigt er den rheinischen Humor mit philosophischem Tiefgang. In der Bütt lässt Willibert Pauels die Leserinnen und Leser an seinen Gedanken und Erfahrungen regelmäßig teilhaben.

Liebe Leserin und lieber Leser. Falls es noch nicht bekannt sein sollte, hier eine kleine „Fastelovend, Fast- Nacht-Kunde“: Woher kommt eigentlich diese Bezeichnung?

Nun. Es ist der Abend, die Nacht vor dem großen Fasten. Eben: Fastelovend- Fastnacht. Das hieß also ursprünglich : Karneval nur an einem Tag! So war es und so bleib es bis Anfang des 15. Jahrhunderts eine kleine Schar römischer Bürger eine Audienz beim damaligen Papst MartinV. begehrten. „Hl.Vater“ hob der Sprecher der Gruppe an, „wir wissen, daß Ihr dem Karneval sehr wohlwollend gegenüber stehen.. Höret deshalb unsere Bitte. Dieses große Fest des Volkes nur an einem Abend zu feiern ist doch offensichtlich sehr begrenzt. So bitten wir Euch untertänigst länger feiern zu dürfen.“ Und siehe, es geschah. Der Papst hatte ein Einsehen und seitdem beginnt der „Abend vor dem Fasten“ hochoffiziell schon am Donnerstag der Vorwoche. Die „tollen Tage“ waren geboren. Aus Dankbarkeit nannten die Römer Martin V, von nun an, fast zärtlich, „Papa Carnevale“. Karneval ist ja ein sog. „Übergangsfest“.

Schon zu Zeiten des antiken Roms waren die „Saturnalien“ Ausdruck der überschäumenden Lebensfreude anlässlich des Übergangs vom Winter zum lebensspendenden Frühling. Wie klug war es, dass im Christentum dieses ausgelassene , tief verwurzelte Fest nicht unterdrückt wurde, sondern umgedeutet in den Auftakt zweier wesentlicher Übergänge. Der vom letzten ausgelassenen Feiern zum Fasten als Vorahnung des sicheren Todes. Dann aber der zweite Übergang: Von der Strenge des Todes zur jubelnden Begrüßung des wahren Frühlings. Von der Finsternis des Karfreitag zum Licht des Ostermorgens. Vom Tod zum Leben.

Und deshalb hier mein Bekenntnis: Keine Dunkelheit dieser Welt. Weder von einem Virus, noch von dem entsetzlichen Krieg in der Ukraine, noch von der tod-traurigen Wirklichkeit des Bildes unserer derzeitigen Kirche. Nichts kann mir die österliche Hoffnung nehmen, daß alle Finsternis dereinst in Licht verwandelt wird. Gerade deshalb kann ich auch in dieser verdunkelten Zeit aus ganzem Herzen Alaaf und Helau rufen. A propos „Übergang“ : Mein Freund, der großartige Kabarettist Jürgen B. Hausmann sagte einmal zu mir: „Wir Rheinländer meinen immer, daß unsere Bezeichnung. Ich brauch noch Übergangskleidung“ überall verstanden wird. Aber jeh mal nach Hannover in ein Bekleidungsgeschäft und sag zu der Verkäuferin: „Ich hätte gerne einen Mantel für den Übergang.“ Da kann dir passieren, dat de als Antwort kriss: „Wollen Se auch en paar Socken für de Unterführung haben?!“

Denn im Garten des Lebens ist Humor der beste Dung: Dat sacht: der bergische Jung.

Liebe Grüße Willibert

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