Viel Aufwand für ein Stück Normalität

Das Moselörtchen Piesport und der dortige Karnevalsverein „Mir sen’se“ Piesport 1927 e. V. zählt schon seit vielen Jahren zu den wichtigen Adressen in der Tanzsportszene innerhalb der RKK und über die Verbandsgrenzen hinaus. Und obwohl der Traditionsverein bereits seit mehr als neunzig Jahren existiert, hat das Jahr 2021 durch Corona Situationen geschaffen, die selbst für diese erfahrenen Karnevalisten völlig neu waren.

Als die RKK im Spätsommer die ersten Signale in Richtung von coronagerechten Freundschaftstanzturnieren aussendete, gehörte natürlich auch Piesport zu den Adressaten und potentiellen Gastgebern. Was in normalen Zeiten quasi ein Selbstläufer gewesen wäre, brachte in 2020 einen erhöhten Diskussionsbedarf im Verein.

Erst nach kontroversen Diskussionen im Vorstand und Gesamtverein entschied man sich für die Ausrichtung eines Turnieres in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der RKK. „Unsere Diskussionen waren sicherlich kontrovers, zeigten aber auch die intakte Struktur unseres Vereins“ blickt die zweite Schriftführerin Beate Paulus auf diese Zeit zurück.

Als man sich dann nach Abwägung aller „Für“ und „Wider“ zur Ausrichtung entschlossen hatte, blieben noch gut drei Wochen für die Ausschreibung, und Planung des Turniers.

Eine sehr kurze Frist, wenn man bedenkt dass zu den Planungen die schon für ein „normales“ Turnier sehr umfangreich sind und für die man monatelangen Vorlauf hat, noch die strengen Corona-Richtlinien mit Ordnungs- und Gesundheitsamt abgestimmt und praktisch umgesetzt werden mussten.

Doch am 10.10. war alles bereit für die Aktiven und die Zuschauer. Mit einem Einbahnsystem in der Moseltalhalle, festen Sitzplätzen für Zuschauer und Aktive sowie der Maskenpflicht beim Verlassen der Sitzplätze konnte es losgehen.

Beim KV „Mir sen’se“ zeigte man sich hocherfreut, dass trotz oder gerade wegen der strengen Hygienevorgaben so viele Tänzer und Tänzerinnen aber auch viele Fans den Weg nach Piesport fanden. Am Turniertag war die Startliste mit 31 Startern für ein Turnier in Pandemiezeiten gut gefüllt, als gegen 11:00 Uhr der Präsident der RKK Hans Mayer und der Turnierleiter Stefan Paulus das Turnier eröffneten.

Weinkönigin bringt majestätisches Flair

Das Piesport immer ein besonderer Termin im Tanzsportkalender ist, zeigte sich auch 2021 wieder. Trotz Pandemieauflagen gab es noch einen besonderen Moment an der Mosel. Der Lage Piesports an der schönen Mittelmosel, mit den bekannten Weinlagen Piesporter Michelsberg und Piesporter Goldtröpfchen, war es geschuldet, dass auch Hoheiten zu Gast waren. Es waren zwar keine närrischen Tollitäten, die den Sportlerinnen und Sportler ihre Aufwartng machten, aber dennoch echte Majestäten.

Die Piesporter Weinkönigin Franziska Seibel, begleitet von ihrer Weinprinzessin Viktoria Lehnert, richtete ein Grußwort an die Turniergäste, wobei sie stolz berichtete, dass sie selbst und auch ihre Prinzessin bereits seit dem zarten Alter von drei Jahren aktive Tänzerinnen im ausrichtenden Verein seien.

Funke sprang über

Auch das Publikum war begeistert und feuerte die Aktiven auf der Bühne an.

Weil die Jury keine offene Wertung durchführte stieg im Verlauf des Tages die Spannung bei Aktiven, Trainern und Zuschauern. Denn alle erfuhren ihre Platzierungen erst bei der Siegerehrung. (Die Platzierungen finden Sie auf der Homepage der RKK unter dem Link Tanzsport und dem Menuepunkt „Siegerlisten“ ).

Als gegen 16:00 Uhr die Siegerehrung anstand, näherte sich die Spannung dem Siedepunkt. Die Pokale und Urkunden wurden den strahlenden Siegerinnen und Siegern durch die Piesporter Weinhoheiten, den Präsidenten der RKK Hans Mayer und die RKK-Vizepräsidentin Gabriele Arnold- Kreck, sowie den Turnierleiter überreicht und ein wunderschöner Tag neigte sich dem Ende zu.

Nach dem erfolgreich verlaufenen Turnier in Piesport war die 1. Vorsitzende des KV „Mir sen’se“ Marlies Seibel begeistert und voll des Lobers. „Eine solche Herausforderung kann man nur gemeinsam stemmen und wir haben heute bewiesen, dass wir Karnevalisten uns nicht unterkriegen lassen. Wir finden gemeinsam Lösungen, um unser Hobby und den Tanzsport zu pflegen. Dabei behalten wir das Wohl und die Gesundheit aller Beteiligten im Blick.“

Sie bedankte sich explizit bei Turnierleiter Stefan Paulus und der Obfrau Britta Frede für die souveräne Leitung des Turniers, bei dem Präsidenten Hans Mayer, der Vizepräsidentin Gabriele Arnold-Kreck und den Piesporter Weinhoheiten für die Durchführung der Siegerehrung, der Jury für die faire Bewertung, beim Publikum für die gegenseitige Fairness, bei den Aktiven für die hervorragenden Leistungen auf der Bühne.

Sie sparte auch den Dachverband RKK nicht aus, dem Verein das Vertrauen entgegen gebracht hat eines der wenigen Turniere der diesjährigen Saison ausrichten zu dürfen.

„Nicht vergessen dürfen wir die vielen helfenden Händen der Vereinsmitglieder, die die durch ihren Einsatz dieses Turnier erst möglich gemacht haben.“ sagte Seibel.

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