RKK als bundesweiter Vorreiter

„Freundschaftsturniere“ so die große Überschrift und schnell hatte man mit der Mülheimer Karnevals Gesellschaft Mitstreiter gefunden, die sich um die praktische Umsetzung bemühen wollten.

Vorher galt es jedoch zahlreiche Hürden zu überwinden, um den Gesundheitsschutz aller Beteiligen zu gewährleisten. Hierzu bedurfte es einer engen Abstimmung mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, nachdem RKK-Präsident Hans Mayer dem Staatsminister Roger Lewentz ein grundsätzliches Einverständnis abgerungen hatte. „Der Staatsminister stand unseren Ideen sehr positiv gegenüber und meinte, dass ein erfolgreiches Turnier eine Blaupause für andere Veranstaltungen sein könne.“ erinnert sich Mayer.

Was dann allerdings an Vorbereitungen auf die Tanzturniergeschäfts stelle zukam, hatte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen können.

 

Rahmenbedingen veränderten sich ständig

„Es gab die Coronaverordnungen und die mussten wir nun auf ein solches Turnier übertragen.“ erinnert sich Britta Frede an die Ausgangssituation. Dummerweise veränderten sich diese Verordnungen immer wieder und manchmal auch sehr kurzfristig, was zur Folge hatte, dass ein gerade erarbeitetes Hygienekonzept auch wieder komplett über den Haufen geworfen wurde, oder zumindest überarbeitet werden musste.

Um der großen Aufgabe überhaupt gerecht zu werden, wurde ein Tanzturnier organisatorisch filetiert und anschließend wurde jeder einzelne Ablauf auf Coronatauglichkeit hin überprüft. Wie erfolgt die Anreise? Wie die Registrierung? Gibt es vor Ort Umkleidemöglichkeiten? Wie schaffen wir Einbahnstraßenregelungen vor Ort? Wann können die Aktiven die Masken ablegen? und viele weitere einzelne Bausteine wurden hinterfragt. Gleichzeitig wurden mögliche Lösungsideen mit den durchführenden Vereinen auf Machbarkeit geprüft und dann, wenn es hier einen Konsens gab, mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt.

Sofern der Lösungsvorschlag akzeptier war, galt dieser bis zur nächsten Coronaverordnung, denn diese setzte die Planungskette erneut in Gang.

 

Strenge Hygieneregeln

Um den Hygieneregeln zu entsprechen, marschierten die Tänzerinnen und Tänzer beispielsweise mit Maske zum Bühnenaufgang, gaben diese dort ab und konnten so ohne Maske tanzen.

Während des Tanzes wurden die Masken entsorgt, und beim Verlassen der Bühne neue Maske ausgegeben. Jeder, der die Halle betreten wollte musste einen zertifizierten negativen Coronatest vorweisen. „Dadurch wurde bereits im Vorfeld eines Turnieres ein positiver Fall identifiziert und die Person ist gar nicht erst zum Turnier angereist. Unser Sicherheitssystem hat also funktioniert und sich als sinnvoll erwiesen.“ sagt Britta Frede, die gemeinsam mit Joachim Piwonka seitens der RKK die Federführung innehatte.

 

Individuelle Abstimmung vor Ort

Angesteckt durch die Begeisterung der Tanzturniergeschäftsstelle waren dann aus einem Testturnier schnell vier Freundschaftsturniere für 2021 geworden, was die Herausforderungen für das Duo Frede/Piwonka und den Rest der Tanzturniergeschäftsstelle noch einmal erhöhte. „Jedes individuelle Hygienekonzept musste dann von den ausrichtenden Vereinen mit der örtlichen Ordnungsbehörde abgestimmt werden. So hatten wir also am Ende gleich vier Konzepte, die sich teils in wesentlichen Details unterschieden, da sie auf den Einzelfall ausgelegt werden mussten.“ beschreibt Piwonka die Vorbereitungen.

Gleichzeitig bedeutete dies mit jeder Änderung der Coronaverordnungen galt es plötzlich vier Konzepte zu überarbeiten. Neben dem eigentlichen Turnier richtete sich der Blick natürlich auch auf die Betreuung während der Veranstaltung. Welche Getränke und Speisen können in welcher Form ausgegeben werden? Aber auch diese Klippen wurden meisterhaft von den Vereinen umschifft, sodass es am 18, September strahlende Kinderaugen zu sehen gab, als erstmals wieder getanzt werden durfte.

Auch die Senioren/ innen am Folgetag konnten sich das eine oder andere Tränchen nicht verdrücken.

 

RKK Konzept hat Modellcharakter

„Unsere Tanzturniergeschäftsstelle und die die beteiligten Vereine haben großartige Arbeit geleistet. Auch unsere Wertungsrichter/innen, die sofort Feuer und Flamme für die Idee waren, dürfen nicht vergessen werden.“ meint Tanzturnierstellenleiter Andre Piwonka.

Unter dem Strich standen unzählige Stunden der Arbeit im Hintergrund und eine eindrucksvolle Leistungsschau des Ehrenamtes. Sowohl im RKK als auch in den Vereinen wurde die gesamte Arbeit ehrenamtlich geleistet, um Amateursportler/innen in allen Altersklassen wieder den Zugang zu ihrem Sport zu ermöglichen. Eine wichtige Facette der Jugendarbeit, die damit bedient wurde. „Wenn man an den Turniertagen in den strahlenden Augen der Aktiven geblickt hat, dann war es jede Mühe wert.“ lautet das gemeinschaftliche Fazit des Organisationskomitees.

Nun profitieren vom können auf indirektem Wege auch andere Vereine und Verbände, denn dass perfektionierte Hygienekonzept aus der Feder der RKK-Tanzturniergeschäftsstelle dient dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium künftig als Blaupause für weitere Veranstaltungen, auch außerhalb des Tanzturniersports.

 

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