Hochspannung durch Stechen

HENNEF. Buchstäblich Spannung bis zum Turnierende herrschte bei der 31. Nordrhein-Westfalen-Meisterschaft der RKK in der Mehrzweckhalle Meiersheide, weil die Tanzmajore ein Stechen tanzen mussten, um den Meister zu ermitteln.

Doch der Reihe nach!

Mit einer Schweigeminute für den langjährigen Turnierleiter der Schwarz-Weißen Husaren Siegburg, Achim Böckem, begann der Turniertag. Und ja, man vermisste ihn, der beim Turnier allgegenwärtig war und immer ansprechbar. Im Wertungsheft würdigten die Husaren ihren ehemaligen Vizepräsidenten auf zwei Sonderseiten.

Am Vortag hatten die Kinder und Junioren bereits ihre Meistertitel vergeben und so konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der RKK-Jury auf die Altersklasse der Senioren (ab 16 Jahren).

Husarenpräsident Stefan Ristrup, Turnierleiterin Heike Stein, RKK-Regionalbeauftragter Werner Peters und Bürgermeister Stefan Rosemann eröffneten die Meisterschaften, begrüßten die Teilnehmer und Gäste sehr herzlich und wünschten sich ein faires und verletzungsfreies Turnier.

Dem Wunsch wurde bereits in der ersten Disziplin, den gemischten Tanzcorps, nicht erfüllt, mussten sich die Sanitäter doch um eine kleine Verletzung einer Tänzerin kümmern. Den Titel sicherten sich die Aktiven des TC Alternrather Sandhasen, die die große Bühne mit einem gefeierten Gardetanz für sich eroberten. Vizemeister wurde der TSV Uckerath.

Bei den Damengarde entwickelte sich erneut ein Zweikampf zwischen Altenrath und Uckerath. Dieses Mal hatten die Mädchen des TSV Uckerath die Nase vorn.

Das Tanzpaar Tanja Hau und Kai Czaschke (TC Altenrather Sandhasen) errangen fast fehlerfrei den Titel bei den Tanzpaaren.

Nach der Mittagspause startet die große Disziplin der Tanzmariechen. Die Zuschauer erwarteten eine spannende Entscheidung, hatten doch alle Favoritinnen den Weg nach Hennef gefunden. Mit der Startnummer 8 und einem wirkungsvollen Tanz legte Sofia Kaska (GKG Stromberg) die Messlatte mit 48,3 Punkten besonders hoch. Adina Leinen (TSC Gisingen-Brotdorf) hatte die Start-Nr. 21 zugelost bekommen. Auch sie zeigte einen überzeugenden Tanz, den das Publikum mit großem Beifall belohnte.

Doch wie hatte die Jury den Tanz gesehen? Dann stand fest, mit 48,5 Punkten über nahm Adina die Führung. Diese hielt bis zum Auftritt von Zoe Wilbert (KCSK Simmern) die Start-Nr. 30 hatte. Leichtfüßig war ihr Tanz, voller Grazie und scheinbar mühelosen Schwierigkeiten zog sie alle in ihren Bann. Wirklich alle? Das Publikum war begeistert, zollte großartigen Beifall. Ein banges Warten auf die Ergebnisse der Jury und dann schossen Freudentränen in die Augen von Zoe: mit 48,7 Punkten holte sie sich den Meistertitel.

Die Tanzmajore ließen die Jury und das Publikum nachsitzen. Alle Tänzer wurden vom Publikum während und nach den Tänzen gefeiert. Hatte Lucas Zimmermann (NZ Baesweiler) mit 47,1 Punkten schon eine großartige Wertung erzielt, so konnte Julian Porten (Schweicher KV) mit 47,4 Punkten an ihm vorbeiziehen. Pascal Roth (NZ Baesweiler) schaffte ebenfalls 47,4 Punkte. In einem solchen Fall, werden die beiden gestrichenen Wertungen hinzugezogen: bei beiden Tanzmajoren ergab dies eine Gesamtpunktzahl von 66,5 Punkten. Gemäß den Tanzturnier-Richtlinien der RKK bedeutete dies, dass um den Titel ein Stechen getanzt werden muss. RKK-Turnier-Obfrau Andrea Johannsen (St. Augustin) ließ die Beiden die Startreihenfolge auslosen. Das Stechen (nach den Schautanz-Disziplinen) am Turnierende wird Julian Porten (Start-Nr. 1) beginnen. Im Einsatz werden 8 Wertungsrichter sein und alle Wertungen werden zusammenaddiert.

Der gemischte Schautanz „Licht und Schatten“ des TC Altenrather Sandhasen und der Damenschautanz „Himmlisch Jeck – niemals geht man so ganz“ der KG Rut-Wiess Ranzel überzeugten restlos und wurden mit Meisterehren belohnt.

Bei den Schaudarbietungen starte die Gruppe „Bachelor“ des KCSK Simmern zu Beginn der Disziplin und setzt sich mit 46,9 Punkten an die Spitze. Mit „Toxic Love – aus dem Leben von Joker und Harley Quinn“ konnten die Tänzerinnen und Tänzer des TV Scheidt den Vize-Titel erringen. Überschattet wurde der Erfolg aber von der Verletzung einer Tänzerin, die unfreiwillig die Bühne verlassen musste und vom Malteser Hilfsdienst bis zum Eintreffen des Notarztes erstversorgt wurde. Aufmunternder Beifall begleitete sie auf dem Weg in den Rettungswagen.

Nach der Unterbrechung konnten die Aktiven der Tanzgruppe „Klingenstadt Solingen“ mit der wirkungsvollen Show „Phönix aus der Asche – geboren um zu leben“ die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Mit nur einem Zehntel Punkt Rückstand landeten sie auf dem dritten Platz.

Mit Spannung war es erwartet worden, das Stechen um dien Sieg bei den Tanzmajoren. Julian Porten (Schweich) begann.

Er zeigte, dass man den Damen in keiner Weise nachsteht. Das überwiegend weibliche Publikum feuerten ihn an und zollte langen Beifall. 76,8 Punkte! Nun war Pascal Roth (Baesweiler) an der Reihe.

Als habe er nicht schon einmal seinen Tanz zeigen müssen, wirbelte er über die Bühne, die Überschläge klappen und die Zuschauer feiern ihn.

Wieder verrinnen die Sekunden bis zur Jury-Wertung. 77,3 Punkte bedeuteten den Sieg. Schön zu sehen, dass viele Aktive beiden zu ihren Tänzen und Erfolgen gratulierten.

Auch diese Meisterschaften endeten mit der großen Siegerehrung, zu der sich alle Akteure des Tages noch einmal auf der Bühne versammelten.

Hier noch eine kleine Foto-Nachlese vom Geschehen am Rande des Turniers:

 

 

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