Wir kommen wieder – AHRlaaf!

Die Nacht vom 14. auf den 15 Juli 2021 ist für immer mit einem der schrecklichsten Ereignisse der Nachkriegszeit in Deutschland verbunden: Die Flutkatastrophe.

Es ist einfach nur schrecklich, wie viele Menschen zu Tode kamen oder verletzt wurden. Auch unzählige Tiere wurden von den Fluten mitgerissen. Die Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur liegen nicht mehr im Millionen-, sondern im Milliarden- Bereich.

Besonders in Krisenzeiten haben die Menschen im Rheinland immer schon Trost und Hoffnung im Karneval gesucht und gefunden. Die Närrinnen und Narren im Ahrtal halten zusammen und haben den festen Willen, wieder zu feiern und das Leben zu leben. Schätzungen zu folge sind rund 40-50 Vereine in der Region des Ahrtals von den Zerstörungen der fürchterlichen Flut betroffen. Vereinsheime, Wagenbauhallen, Lagerstätten für karnevalistische Kostüme: Die Palette der Schäden ist enorm.

Auch der Heimatverein von Mathias Rudolphi ist betroffen: Die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft.

Seit der Session 2019/2020 ist er als Mathias I. als Karnevalsprinz im Amt. Die Corona-Pandemie und die Flut führten dazu, dass bislang kein Nachfolger inthronisiert werden konnte. Um den vielen Vereinen zu helfen, hatte Mathias Rudolphi eine Idee: Ein sogenannter Flutorden. Dieser wurde zum Preis von 15 Euro sowohl in einigen Geschäften, aber auch auf einer Internetseite veräußert (www.flut-orden.de). Der Erlös auf dem Verkauf des Umhängeordens soll zu 100 Prozent den betroffenen Karnevalsvereinen zugutekommen.

Die Resonanz war riesig. Schon nach kurzer Zeit konnte die stattliche Summe von 15.000 Euro an die ersten Karnevalsvereine in Ahrweiler, Heimersheim und Walporzheim übergeben werden. Der Orden soll ein Zeichen der Hoffnung darstellen, betont Mathias Rudolphi. Daher ziert den Orden auch das Motto „Wir kommen wieder – AHRlaaf“.

Hoffnung hat der Ahrweiler Karnevalsprinz auch, dass sich bald ein Nachfolger für ihn findet.

So gerne er das Amt auch in der Session 2019/2020 ausgeübt hat: Auf die Umstände (Corona, Flut), die dazu geführt haben, dass kein Nachfolger inthronisiert werden konnte und voraussichtlich auch 2022 nicht benannt wird, hätte Mathias Rudolphi gerne verzichtet.

Doch mit der Idee des Flutordens, den er Übrigens selbst entworfen hat, konnte er eine tolle Idee verwirklichen, die ihm eine fast schon bundesweite Bekanntheit beschert hat.

Hier spricht der Diak(l)on

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