Orden für das Ehrenamt

(bla) Es war so einer dieser wenigen Posts in den sozialen Medien, an denen man länger hängen bleibt, als es in dieser flüchtigen Welt sonst üblich ist.

Abgesetzt hatte ihn der Karnevalsverein Obermarxloh und das Bild zeigte den Jahresorden 2021, der kurz zuvor an die Mitglieder des Vereins verliehen worden war.

Eine Information, wie man sie rund um den 11.11. wahrschenich öfter findet, aber es war das Ordensmotiv und der Schriftzug, der auffiel. „Die wahren Helden des Alltags“, so stand es an der unteren Begrenzung des Ordens und die Motive waren bemerkenswert. Keine Karnevalisten, keine Gardisten oder Konfettikanonen, keine Tollitäten und kein unnötiger Protz.

Vielmehr sind Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Pflegekräfte, Polizisten und Hausfrauen mit Kindern abgebildet. Die, die unsere Gesellschaft durch ihre Tätigkeit zusammenhalten sind das Motiv eines Ordens – was für eine Idee. „Ein Orden mit denen, die einen Orden verdienen.“ zeigte sich RKK-Präsident Hans Mayer angetan, wohl auch, weil die RKK mit den Landesfeuerwehrverbänden gerade eine Kampagne für das Ehrenamt gestartet hat.

In Obermarxloh existierte dieser Plan bereits für die Session 2020/2021, konnte aber aus den hinlänglich bekannten Gründen nicht umgesetzt werden. „Wir hatten uns damals im Vorstand getroffen, um das Kampagnenthema zu definieren.“ erinnert sich KVO Schatzmeister Klaus Möller. Zwei andere Themen standen fast schon zur Abstimmung, als diese Idee aufkam. Der gesamte Vorstand war sofort Feuer und Flamme. „Das Thema hat alle direkt berührt und wir wollten so einfach unsere Dankbarkeit ausdrücken, für alle die, die sich in diesen Bereichen engagieren, sei es hauptberuflich oder ehrenamtlich.“ führt Möller aus.

Der außergewöhnliche Orden ist jedoch nur die Spitze des Eisberges. In Obermarxloh stellt man üblicherweise die gesamte Kampagne unter ein Motto. Und so wird sich dieses Motiv in der Session 2021/2022 überall, vom Sessionspin, bis zur Kostümauswahl der Vorstandsmitglieder, wiederfinden. „Sofern wir denn feiern können.“ setzt Möller noch hinzu.

Der Auftakt in Duisburg ist mit dem Hoppeditz-Erwachen gemacht und die Planungen für die Herren-, Damen- und Kindersitzung laufen auf Hochtouren.

Der tolle Sessionsorden der KVO hat bisher nicht nur bei denen, die ihn verliehen bekommen haben viel positive Resonanz gefunden, sondern weit über die Grenzen von Obermarxloh und Duisburg hinaus. „Das Berliner Festkomitee ist auf unseren Orden aufmerksam geworden und hat sich über Facebook gemeldet.“ Da scheinen die Närrinnen und Narren der KVO tatsächlich einen wichtigen Nerv getroffen zu haben.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Politik und die Gesellschaft den Wert dieser „Helden des Alltags“ wieder erkennt und angemessen würdigt.

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