RKK Energiekrise

Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung am 22.10.2022 in Selters:

Geht den Karnevalsvereinen die Energie aus?

 Angesichts der gestiegenen Energiepreise befürchtet der RKK nach zwei Jahren harten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, dass auch die nächste Session wieder ins Wasser fällt. “Wir sehen die Gefahr, dass Vereine wieder keine Veranstaltungen durchführen können, weil sie die gestiegenen Kosten bei der Saalmiete nicht zahlen und auch nicht auf die Zuschauer umlegen können”, warnt RKK-Präsident Hans Mayer.

Gefährdet sei neben den Karnevalsveranstaltungen insbesondere die Jugendarbeit, erklärt der Präsident. „Weil sich viele Eltern nicht mehr leisten können, ihre Kinder zu uns zu schicken – beziehungsweise die Vereine die Mieten für das Training nicht mehr aufbringen können.” Einige Vereine hätten deswegen schon die Mitgliedsbeiträge erhöht, berichtet Mayer. „Das werden sich dann aber einige Menschen, die nicht mehr wissen, was sonst an Kosten auf die zukommt, eher sparen. Das merken wir auch an den Rückmeldungen zu den eher schleppend verlaufenden Karten-Vorverkäufen.“

Der RKK-Präsident ist besorgt: „Durch die fehlenden Einnahmen fällt die Planungssicherheit bei den Vereinen weg. Hinzu kommt die Unsicherheit, wie hoch die Energiepreise noch durch die Decke schießen werden – und wie diese Kosten umgelegt werden sollen auf den erhöhten Eintrittspreis. Fest steht: Wenn ein Eintrittspreis für eine örtliche Karnevals-Veranstaltung bisher bei ca. 10 Euro pro Person lag, wird keiner bereit sein, plötzlich 40 oder gar 50 Euro pro Person zu zahlen. Wie soll das eine Familie mit Kindern stemmen, die ja auch noch essen und trinken wollen auf der Veranstaltung?”

Anders als die Sportvereine oder die Kultur hätten die ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Karnevalsvereine in der Pandemie-Zeit keine öffentliche Förderung bekommen, klagt der Verbands-Präsident. Diese Einstellung könne für das ehrenamtlich organisierte Brauchtum fatale Folgen haben, fürchtet Hans Mayer. „Es wäre fatal, wenn diese Session aufgrund der Energiekrise wieder verloren ginge”, mahnt er. „Das könnte bedeuten, dass viele Karnevalsvereine im Endeffekt zerfallen – und damit das Kulturgut Karneval nicht mehr fortgeführt wird, weil es weder Ehrenamtliche, noch Nachwuchs gibt, die diese Tradition fortführen.”

Viele Vereine hatten in der Pandemie keine Veranstaltungen durchführen können, dadurch gab es keine Einnahmen, die Rücklagen sind aufgebraucht, es gibt Sanierungsstau. Der RKK-Präsident warnt eindringlich davor, in der sich abzeichnenden Energiekrise die Fehler aus der Corona-Pandemie zu wiederholen und die Turnhallen bzw. Sportstätten erneut zu schließen. Der vereinsbasierte und gemeinwohlorientierte Karneval mit seinem Garde-Tanzsport ist wesentlich mehr als eine Freizeitaktivität. Er ist unverzichtbarer Teil der sozialen Daseinsvorsorge und erfüllt wichtige soziale und gesundheitsfördernde Funktionen in der Gesellschaft. Dies muss bei allen Entscheidungen zur Gas- und Wärmeversorgung berücksichtigt werden.“ unterstreicht der RKK-Präsident.

Im RKK e. V. sind über 1.400 Vereine bundesweit organisiert. Der gemeinnützige Verein pflegt und erhält das Brauchtum Karneval in seiner kulturhistorischen und heutigen Form im gesamten Bundesgebiet und angrenzender Länder.

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