Aachentagt, Baesweiler tanzt

Nur wenige Kilometer entfernt gleicht Aachen heute einer Festung: Straßenzüge sind gesperrt und gespenstig leer, überall ist die Polizei präsent (sogar auf Dächern) auch an den Autobahnausfahrten sieht man die Sicherheitskräfte. Schon bei der Anfahrt nach Baesweiler fällt auf, dass viele Polizeifahrzeuge unterwegs sind. Der Grund: im Aachener Rathaus findet die Karlspreisverleihung an den ukrainischen Präsidenten statt.

Viel ausgelassener und fröhlicher ist allerdings die Stimmung in der Pausenhalle des Gymnasiums in Baesweiler. Hier trifft sich einmal mehr die tanzsportbegeisterte Jugend zum fairen Wettkampf. Die KG Narrenzunft Baesweiler um ihren Turnierleiter Antoni Messias hat zum 11. Dachser-Cup eingeladen und die begehrten Startplätze sind schnell ausgebucht.

Die Kinder der Husaren Schwarz-Weiß Siegburg eröffnen das Turnier, bei dem die RKK-Jury um Turnier-Obfrau Andrea Johannsen (Sankt Augustin) insgesamt 84 Tänze bewerten muss, mit ihrem gemischten Gardetanz. Auch die Mädchengarde der KG Eulenspiegel Aachen ertanzt sich die Qualifikationsnorm. Bei den Kindermariechen kann Leni Franzen (TC Gold Aachen) den Platz ganz oben auf dem Treppchen ertanzen.

Während die Aktiven auf der Bühne äußerst konzentriert ihre Darbietung zeigen, herrscht in und um die Halle, sowie in den Umkleiden doch Ausgelassenheit und – gerade bei den Jüngsten – auch eine gewisse Unbekümmertheit. Besonders die kleinsten Aktiven nutzen jede freie Stelle im Saal, in den Fluren und auf der Wiese, um zu tanzen.

Die Juniorendisziplinen stehen zu Beginn ganz im Zeichen der FFK der KG Die Große von 1823 Köln: sowohl die gemischte Garde, als auch die Mädchengarde und das Tanzpaar Sophia Schulz und Mick Leimbach stehen auf dem ersten Platz. Bei den Juniorenmariechen fehlen Leonie Vendel nur 0,1 Punkte zum Platz 1, den sich Sophia Marie Heeren (TSV Aix la Chapelle Aachen) sichert. Auf Platz drei kommen gemeinsam June Wagner (NZ Baesweiler) und Cecia Schorisch (KG Elferrat Rott) mit exakt der gleichen Punktzahl.

Die Akteure auf der Bühne werden von ihren Fans angefeuert und jeder gelungene Aktion lautstark gefeiert. Zur ersten Siegerehrung der beiden Altersgruppen Kinder/Jugend und Junioren ist auch der Präsident der RKK, Hans Mayer, angereist und freut sich über die vorbildliche tänzerische Jugendarbeit in den Vereinen, denn auch er weiß um die eminent wichtige Bedeutung der Nachwuchsförderung. Ebenfalls bei der Siegerehrung anwesend sind die designierten Tollitäten der Stadt Baesweiler, Prinzessin Silke und Prinz Frank, die auch den gesamten Tag über ihren Aktiven beistehen und mitfiebern.

Wenn ein Geburtstag auf einen Turniertag fällt, dann muss eine Geburtstagsparty zuhause ausfallen. So auch bei Kindermariechen Emelie Mingers (Narrenzunft Baesweiler), die ihren 11. Geburtstag hier beim Turnier feiert. Auch Junioren-Tanzmariechen Carlotta Schmedt (FFK d. KG Die Große von 1823 Köln) feiert ihren Geburtstag (13) und ihre Freundinnen bringen sogar entsprechende Luftballons mit zur Siegerehrung.

Nachdem die gemischte Garde des TSV Uckerath nach der Mittagspause bekonnen hat, gehen neun Damengarden an den Start. Die Tänzerinnen der Narrenzunft Baesweiler erwischen einen guten Tag und siegen vor dem TC Altenrater Sandhasen und der KG Eulenspiegel Aachen. Bei den Tanzpaaren können sich Lisa Ganser und Manuel Willms (Blue Royal Gardetanzkorps Stolberg) durchsetzen. Die Disziplin der Tanzmariechen ist spannend bis zum Schluss, und das im wahrsten Sinne des Wortes: mit der Start-Nr. 25 zieht Sophia Kaska (GKG Stromberg) zur Bühne und entfacht ein tänzerisches Feuerwerk, das beim Publikum Begeisterung hervorruft und die Jury überzeugt: 48,0 Punkte bedeuteten den Sieg!

Die Gardetänzer sind heute eindeutig in der Überzahl. Allein 60 Tanzmariechen und Tanzmajore gehen an den Start. Übrigens „Tanzmajore“! Vom Publikum wird diese Disziplin wohl sehnsüchtig erwartet, ist die Halle doch plötzlich wieder proppenvoll und alle vier Starter werden lautstark angefeuert. Wer am Ende die Nase vorne hat, scheint zweitrangig zu sein. Es gewinnt Lucas Zimmermann vor Pascal Roth (beide Narrenzunft Baesweiler), André Frydryszek-Klug (TSV Uckerath) und Manuel Willms (Blue-Royal-Gardetanzcorps Stolberg).

Insgesamt nur vier Schautänze sind gemeldet. Gerade sie sind es doch, die der Kreativität der Choreographen so viel Spielraum lassen und die deshalb auch besonders gerne vom Publikum angesehen werden. Bei den Junioren sind es die „Shining Stars“ der KG Eulenspiegel Aachen, die mit ihren Sternenkostümen Akzente setzen. Im Seniorenbereich treten drei Formationen an. „Besser gemeinsam als einsam“ lautet der Titel der KG Eulenspiegel. Sie beweisen tänzerisch, dass gemeinsames Handeln – ganz gleich welcher Herkunft – zum Ziel führt.

„Showtime“ ist angesagt bei den Aktiven der KG Rot-Weiß Westum. Bei der Musikauswahl kann das Publikum begeistert mitgehen. Beeindruckend – in aufwendigen Kostümen – ist die Show „Highländer – die epische Schlacht der Clans“ der Dance Emotion Welschneudorf.

Das ist großes Kino! So sieht es auch die Jury und setzt sie auf den ersten Platz.

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