Getanzt wird auch ohne Musik

Sie mussten lange warten bis zum Beginn der Tanzturniersaison in der RKK, die tanzbegeisterten Aktiven in den Vereinen, die so viel Herzblut in ihre Sportart stecken und endlich wieder auf der Turnierbühne in fairem Wettstreit um Punkte und Qualifikationen zeigen wollen, was in ihnen steckt.

Nach Absagen von drei Turnieren im April (die Gründe waren: fehlende Hallen und geringe Anmeldezahlen) ist es am 7. Mai endlich soweit: Das Turnier um den Essele-Cup in der Mehrzweckhalle Mülldorf findet statt. Der Vorsitzende der KG Blau-Wieße Essele Menden, Manfred Jedis“ ist vor dem Turnier aufgeregt: „Ich hoffe, dass wir an alles gedacht haben, schließlich ist es unser erstes Turnier als Veranstalter!“ Die Halle ist proppenvoll und bereits beim ersten Tanz, der Kindergarde der KG Husaren Schwarz-Weiß Siegburg, wird deutlich: auch das Publikum ist motiviert und spart nicht mit jubelndem Beifall.

So sind die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer von Beginn an die großen Stars auf der Bühne und bezaubern mit ihren unbekümmerten Darbietungen die Zuschauer, die sicherlich überwiegend aus Eltern und Großeltern bestehen. Die RKK-Jury um Turnier-Obmann André Piwonka schaut natürlich genau hin, darf keine Fehler übersehen um letztendlich eine Wertung abgeben zu können. So erreichen die Schwarz-Weißen Husaren Siegburg bei den gemischten Garden, die KG Blau-Wieße Essele bei den Mädchengarden und Marie Burkhardt bei den Kinder-Tanzmariechen den ersten Platz.

Die Junioren setzen das Turnier fort. Hier merkt auch der Zuschauer schon die tänzerische Entwicklung der Aktiven gegenüber den Kindern. Da sind die Reihen der Garden schon exakter, wenngleich gerade in dieser Altersgruppe die Größe der Kinder bei gleichem Alter doch sehr unterschiedlich sein kann. Die gemischte Garde des FFK der KG Die Grosse von 1823 Köln hat bei den gemischten Tanzcorps die Nase vorne und siegt auch bei den Mädchengarden. Auch ihr Tanzpaar, Sophia Schulz und Mick Leimbach, stehen oben auf dem Treppchen.

Was tun, wenn die Musik ausfällt? Für Tanzmariechen Sophia Marie Heeren vom TSV Aix la Capelle Aachen ist die Antwort klar: weitertanzen! Das Publikum klatscht den Takt weiter und Sophia Marie tanzt ihren Tanz zu ende. Tosender Beifall ist ihr Lohn. Doch wie entscheiden Jury und Obmann: Der Tanz hatte vor Ausfall der Musik schon die Mindestlänge von 2 Minuten überschritten und so kann er gewertet werden. Hätte sie die Bühne verlassen, wäre es ein Abbruch ohne Wertung gewesen. So kann sich Sophia Marie Heeren über Platz 5 und die erste von zwei notwendigen Qualifikationen zur Teilnahme an der Landesmeisterschaft freuen! Alles richtig gemacht! Gewonnen in der Disziplin hat übrigens June Wagner, die geradezu über die Bühne schwebte und mit quirligen Passagen Jury und Publikum für sich gewonnen hat.
Schön, dass es auch Schautänze gibt! So gewinnen die jungen „Kreaturen der Nacht“ der Wissener KG 1856 die Oberhand vor den „Dancing Devils“ des Möhnenverein Weibern.

Bei der Siegerehrung passiert Turnierleiter Manfred Jedis der einzige kleine Patzer: der ehrt zuerst die drei Erstplatzierten der Kindermariechen und dann die weiteren Plätze, doch das sehen ihm die Kinder nach, die trotzdem mit leuchtenden Augen ihre Urkunden in Empfang nehmen.
Für die Garde des GTV Erfurt gibt es heute nach drei Jahren den ersten Auftritt. Die weite Anreise hat sich gelohnt, mit 44,0 Punkten erreichen sie den zweiten Platz der gemischten Garden und die erste Qualifikationsnorm. Platz eins belegt der TSV Uckerath.

Die Damengarde des KCSK Simmern überzeugt mit einer abwechslungsreichen Choreographie und exakten Formationen und kann die Disziplin für sich entscheiden.

Gegenüber der vergangen Tanzturnier-Saison ist bei den Tanzpaaren ein genereller Wechsel geschehen. Sechs neu formierte Tanzpaare gehen an den Start. Alle liegen am Ende in einer Bandbreite von 1,4 Punkten (von Platz 1 bis 6). Dies verspricht eine sehr spannende Saison zu werden. Heute haben Lisa Scherf und André Pauly vom Tanz- und Kulturverein Trier (TanzKULT) den besten Tag erwischt und siegen mit einem Vorsprung von 0,2 Punkten.

Das große Feld der Tanzmariechen dominiert Zoe Wilbert vom KCSK Simmern, die bereits mit der Start-Nr. 2 (von 19) über die Bühne wirbelt. Sie verkörpert den Inbegriff der Mariechen: Leichtfüßigkeit, Esprit, Anmut. Selbst die schwierigsten Passagen meistert sie mit einer Leichtigkeit und einer Ausstrahlung, die die Zuschauer dahinschmelzen lässt. Die Jury wertet sie mit 47,2 Punkten. An diese Wertung kommt keine Mitstreiterin heran. Pech hat Carolin Landsknecht (TC Altenrather Sandhasen). Auch ihre Musik setzt aus! Auch sie tanzt zum rhythmischen Klatschen des Publikums weiter. Doch es sind noch keine 2 Minuten Mindesttanzlänge erreicht beim Ausfall der Musik. Nach kurzer Beratung verkündet Turnier-Obmann André Piwonka: Ein Neustart zum Ende der Disziplin wäre möglich! Sie nimmt dankend an und kann sich letztendlich sogar noch den 5. Platz sichern!

Bei den Auftritten der Tanzmajore tobt der Saal. Die Leistungen der Jungs verblüffen immer wieder! Mit 0,2-Punkten Vorsprung gewinnt heute Pascal Roth (KG Narrenzunft Baesweiler) mit
47,5 Punkten.

Bei den Schautänzen setzt sich das „Reisefieber“ des KC Rot-Blau Niederbreitbach auf den ersten Platz und der KCSK Simmern freut sich mit der lustigen Schau „Endlich widder danze“ über Platz eins bei den Schaudarbietungen.

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Getanzt wird auch ohne Musik

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„Endlich widder danze“
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