Von einem Schmuckstück getrennt (worden)

Leserbrief

In großer Trauer nahmen wir Abschied von unserem liebgewonnenen Gefährt. Im Jahre 2010 hatten sich die Ex-Prinzessinnen und Ex-Prinzen in Urmitz entschlossen, einen eigenen Wagen für Rosenmontag anzuschaffen. Dieser wurde bei dem Funkencorps Blau-Gold in Weißenthurm gefunden und begeisterte alle Urmitzer Ex-Tollitäten von Anfang an. Mit viel Elan gingen die Männer an die Arbeit, um den Prunkwagen auf die Farben grün-weiß umzustreichen und einige Reparaturen durchzuführen. Beim Rosenmontagszug 2011 kam das Schmuckstück dann erstmals zum Einsatz und begeisterte direkt alle auf den Urmitzer Straßen. Seit dieser Zeit war der eindrucksvolle Wagen immer für die Ex-Tollitäten im Einsatz.

Nach der für Karnevalisten und Brauchtumspfleger nicht nachvollziehbaren Entscheidung sahen wir uns gezwungen, von diesem wunderbaren Wagen Abschied zu nehmen und ihn seiner letzten Bestimmung zuzuführen: Der Verschrottung. Beim Abbau stellten wir als Laien fest, dass der Aufbau so stabil war, dass er sicher noch die nächsten Jahrzehnte überstanden hätte. Im Übrigen hatten wir den Wagen in den letzten Jahren immer vor den Umzügen durch einen TüV-Mitarbeiter inspizieren lassen.

Leider wurde hier eine Entscheidung gegen die Brauchtumspflege gefällt, die sicher ab sofort für alle sichtbar sein wird. Umzüge werden ärmer an Teilnehmern sein und dadurch weniger attraktiv für die Zuschauer. Wir als Ex-Tollitäten müssten eine Menge Geld in die Hand nehmen, um einen den Vorgaben entsprechenden Wagen nutzen zu können. Das ist finanziell einfach nicht machbar. Da wir als Ex-Tollitäten in Zukunft sicher ohne Wagen am Rosenmontagszug teilnehmen werden, fehlt hier schon mal ein Wagen und auch reichlich Wurfmaterial. Wenn wir dann an die Gruppen denken, die ebenfalls mit Wagen an den Umzügen teilgenommen haben, aber künftig auch fehlen werden, dann sehen wir leider keine rosige Zukunft für die Rosenmontagszüge. Der Politik sei Dank! Was war schlecht an der bisherigen Ausnahmeregelung? Gab es zu viele Unfälle mit Wagen ohne Betriebserlaubnis oder wieherte hier nur mal wieder der Amtsschimmel? Wir Örmser Ex-Prinzessinnen und Ex-Prinzen sind traurig darüber, dass uns von Leuten – so scheint es – die niemals was mit Brauchtum zu tun hatten, ein Teil unserer Identität genommen wurde.

Uns stellt sich nun die Frage: Wie geht es weiter? Einen neuen Anhänger mit „Betriebserlaubnis“ kaufen und diesen neu aufbauen ist durch unsere „private“ Freundesgruppe finanziell nicht zu leisten. Einen Karnevalswagen für den nächsten Rosenmontagszug in Urmitz – zum 100jährigen Vereinsbestehen der KG Grün-Weiß – zu mieten, kommt einem Lotteriespiel gleich. Gibt es überhaupt entsprechend zugelassene Wagen, stimmt das Wagenmotto für Ex-Tollitäten in Uniform und stimmt der Mietpreis? Unter den Voraussetzungen sehen wir den Fortbestand dieser Tradition und Brauchtumspflege nicht nur für uns Örmser Ex-Tollitäten als stark gefährdet an.

RKK - dein Bundesverband

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