Innovative „Lehmjörese“ beeindruckten die RKK-Jury

Rheinischen Karnevals-Korporationen e.V.: Der Innovationspreis geht an die KG 1935 Vicht e.V. aus Stolberg

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Innovationen wichtiger denn je sind. Dies gilt auch für das Brauchtum Karneval. Die Rheinischen Karnevals-Korporationen e.V. hatte daher einen Innovationspreis ausgelobt. Die Mitgliedsvereine des bundesweit tätigen Dachverbandes waren aufgerufen, ihre Ideen vorzustellen, wie neue Formen des karnevalistischen Miteinanders aussehen können. Eine zwingende Voraussetzung war, dass die Aktivitäten unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen erfolgen. Darzulegen war insbesondere, wie die Aktivitäten beworben und durchgeführt wurden.

Erfreulich viele Mitgliedsvereine folgten dem Aufruf und reichten bis zum Ende der Bewerbungsfrist entsprechende Unterlagen bei der RKK ein. Eine vierköpfige Jury sichtete die eingereichten Ideen. Das Gremium setzte sich aus den Vorstandsmitgliedern Gabriele Arnold-Kreck (Vizepräsidentin der RKK), Hermann Wagner (Vize-Präsident), Monika Wingen-Fuhrmann (Schatzmeister) und Horst Hohn (Stv. Pressereferent) zusammen.

Die Jury hatte die sprichwörtliche „Qual der Wahl“. Vizepräsidentin Gabriele Arnold-Kreck betonte: „Es wurden viele tolle Vorschläge eingereicht. Die Vielfalt und der Ideenreichtum haben uns sehr beeindruckt.“

Dass die Ermittlung eines Gewinners alles andere als einfach war, stellte auch Hermann Wagner fest: „Wir haben 5 herausragende Ideen in die engere Wahl genommen und nochmals eingehend gesichtet und bewertet“, so Wagner.

Nach ausführlicher Beratung musste sich die Jury für einen Sieger entscheiden. Die Wahl fiel auf die KG Vicht aus Stolberg. Beachtliche 120 Aktive stehen in dem kleinen Ort normalerweise an Karneval auf der Bühne. Doch die Mehrzweckhalle blieb in der zurückliegenden Session leider leer. Der „coroNARR“ hatte die Gemeinde besucht.

Für den Verein war dies jedoch kein Grund zu Verzweifeln oder gar, untätig zu sein. „Karneval? Sicher!“ wurde kurzerhand das Motto für die ungewöhnliche Session. Das kleine Dorf stellte etwas ganz Großes auf die Beine: In den sozialen Medien wurden äußerst professionelle Filmbeiträge veröffentlicht. Schon zur Sessions-Eröffnung präsentierte man ein tolles Werk. Herausragend war der Film „Jecktime-Kompensator – zurück in die Session“. Angelehnt an den bekannten Hollywood-Film reiste der Präsident mit dem „Jecktime-Kompensator“ zurück in die Vergangenheit. Eine schöne Idee, aktuelles Zeitgeschehen mit Beiträgen aus besseren Zeiten zu verbinden.

„Besonders dieser Film zeichnete sich durch viel Witz und Kreativität aus. Die Handlung ist nicht nur für Mitglieder des Vereins, sondern für jeden Zuschauer interessant“, betonte das RKK-Vorstandsmitglied Monika Wingen-Fuhrmann.

Und auch RKK-Präsident Hans Mayer gratuliert dem Verein herzlich zu dem bemerkenswerten Erfolg. „Es sind nicht nur die Vereine in den großen Städten, die herausragendes leisten: Auch in kleinen Orten versteht man es, mit den dort vorhandenen Mitteln sehr kreativ zu sein. Wir als RKK unterstützen gerne alle Vereine – egal, ob groß oder klein“, so Hans Mayer.

Sobald es die Corona-Situation zulässt, werden die Repräsentanten der RKK der KG Vicht selbstverständlich noch persönlich zum Innovationspreis gratulieren.

Dem Verein ist es eigenen Angaben zufolge wichtig, die Tradition zu bewahren und das Moderne zu integrieren. Genau dafür sind die „Lehmjörese“ bekannt. Die Filme sind auf der Homepage des Vereins „www.kg-vicht.de“ sowie in den sozialen Medien zu sehen. Was den Verein am besten beschreibt? Spaß, Freude, Stimmung und der Zusammenhalt von Jung und Alt. Als neue Beschreibung des Vereins kommt nun eine neue Eigenschaft hinzu: „Gewinner des RKK-Innovationspreises 2021“.

 

Pressemitteilung der Rheinischen Karnevals-Korporationen

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